October 23rd, 2007
Der Deutsche Fachjournalisten-Verband hat 10 Thesen herausgegeben, die das Verhältnis von Weblogs zu klassischem Journalismus beschreiben sollen. Der Verband versucht das Thema differenziert zu betrachten und erkennt in Blogs jedoch lediglich ein Recherchemedium, ohne die Eigendynamik und Kraft der Blogosphere wirklich zu beachten.
- Blogs sind keine Konkurrenz zu journalistischen Angeboten, sondern eine Ergänzung…
- Blogs können durch eigene Berichterstattung über Medien die interne Blattkritik ergänzen,…
- Auch "Leserreporter" und "Leserfotografen" können ein journalistisches Angebot nur ergänzen, niemals ersetzen…
- Blogs können als Quelle für Insider-Informationen, Ideengeber und generelles Recherchemittel dienen…
- Obwohl Blogs vor allem Meinungen widerspiegeln, können Journalisten dort auch Expertenwissen in spezialisierten Fach-Blogs finden…
- Blogs sind frei von den wirtschaftlichen und hierarchischen Zwängen des Verlagsbetriebs…
- Durch ihre Subjektivität eröffnen Blogs Journalisten einen ungefilterten Blick…
- Journalisten können Blogs als Interaktionsinstrument mit ihren Lesern, Zuhörern und Zuschauern nutzen…
- Der journalistische Nachwuchs kann bei entsprechender Bereitschaft von den neuen Publikationsformen Blog und Podcast profitieren…
- Journalisten sollten sich daher der neuen Entwicklung offen und gelassen nähern und diese Formate selbst ausprobieren…
Ist es inzwischen nicht in vielen Fällen so, dass Journalisten fertige Themen aus der Blogosphere abschöpfen und ihnen nur noch den letzten push geben um ein wirlich großes Ding daraus zu machen - siehe z.B. Kryptonite oder Jamba?
Fazit: Der Journalist ist dem Blogger überlegen - der kann aber gerne als kostenloser Ideengeber dienen.
Gefunden bei off-the-record.de
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October 20th, 2007
Centerstage.de hat ein Interview mit Markus Siepmann von T-Systems Multimedia Solutions
geführt. Das Unternehmen war für die Realisierung des Corporate Blogs von Daimler in Wordpress verantwortlich (siehe T-Systems Website).
Im Interview finden sich interessante Hintergrundinformationen zur technischen Realisierung des Projektes.
Markus Siepmann: Der Start ist geschafft, jetzt muss es aber gelingen, wirklich im Sinne eines Mitarbeiterportals spannende Themen zu identifizieren und Autoren für die Mitarbeit zu begeistern.
In diesem Sinne… viel Spaß beim Lesen.
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October 19th, 2007
In einem Interview mit PR-Fundsachen (dem Blog des Studiengangs Onlinejournalismus der Hochschule Darmstadt) erklärte Michael Scheuermann - in der BASF-Kommunikation für “News und Issues Managenent” zuständig:
Wie es aussieht, gehen wir einem veritablen Blogfrühling entgegen: Innovationblogs, Projektblogs, Produktblogs und Blogs von und mit Vorgesetzten sowie Regio-Blogs. Dabei ist es schön zu erleben, dass die darin involvierten KollegInnen keine übergroßen Räder drehen. Dass alle die kleine Lösung bevorzugen, die dann noch Wachstumspotential hat, die Lösung, die viele fordert, aber niemanden überfordert.
Das Unternehmen scheint sich ohnehin intensiv mit den Themen des Mitmach-Internets zu beschäftigen. So finden sich jetzt schon(wenn auch noch sehr PR-Lastige) Podcasts etc. auf den Internetseiten der BASF. Scheuermann zur Relevanz von Web 2.0 für das Unternehmen im Interview:
Es besitzt eine hohe Relevanz, denn es unterstützt und entfaltet Interaktivität und Individualität, zwei Megatrends zeitgemäßen Kommunizierens.
Man kann also gespannt sein was der Chemie-Riese da so plant und wie es umgesetzt werden wird.
Das komplette Interview findet sich hier.
Ergänzung:
Zu den bisherigen Blogging-Aktivitäten von BASF haben Marsha Haus und Daniel Kömpel eine Fallstudie erstellt, die hier heruntergeladen werden kann.
Und noch eine Ergänzung ( 10.11.)
Hab noch einen Link zur FAZ gefunden.
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October 19th, 2007
Socialmarker ist ein interessantes Tool, das es ermöglicht seinen Blog und dessen Einträge in relativ kurzer Zeit an viele der wichtigen Social-Bookmarking Seiten zu übertragen.

Die Einträge müssen zwar weiterhin per Hand eingegeben werden - das Tool erspart einem jedoch eine Menge Klicks.
Alternativ dazu gibt es auch noch Shareomatic.
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October 19th, 2007
Als einer der ersten wirklich großen deutschen Konzerne beginnt Daimler mit einem Mitarbeiterblog. Bei der Umsetzung hilft offenbar die Hochschule Darmstadt und begleitet das Projekt im Rahmen eines Seminars (gefunden bei PR-Fundsachen). Das Projekt beginnt ja gerade erst, aber Daimler scheint sich an die Spielregeln halten zu wollen und gibt seinen Mitarbeitern zumindestens soweit freie Hand, dass persönliche Beiträge veröffentlicht werden.
Die Autoren sind Dr. Christian Fachat (Leiter Web Communications), Fabio Belà (Mitarbeiter im Personalbereich), Dominik Vogt (Praktikant Corporate Sponsorship) und Aurélia Jaire (Mitarbeiterin im Zentralen Qualitätsmanagement).
Hier noch die Erklärung für diesen bemerkenswerten und durchaus ja auch mutigen Schritt:
Seit einiger Zeit wird in der „Blogosphäre“ diskutiert, warum große Unternehmen bisher so wenig bloggen: Als ein Grund wird oft das „One Voice“-Prinzip angeführt.
„One-Voice-Policy“ und Corporate Blogging können jedoch durchaus parallel stattfinden. Auf der einen Seite gibt es natürlich eine „offizielle Unternehmensmeinung“, etwa bei Finanz-, Strategie- oder Kooperationsthemen. Auf der anderen Seite hat Daimler wiederum viele Inhalte, die den Weg in die klassischen Medien nicht finden. Das fängt beim technischen Hintergrundwissen an und geht bis zu sozialen Projekten innerhalb einer bestimmten Abteilung.
Hier geht es somit vor allem um Einblicke in das „Leben im Konzern“.
Dieses Blog wird von Daimler-Mitarbeitern geschrieben. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und sind keine geübten Blogger. Aber wir wollen dazulernen. Und dabei helfen uns Ihre Kommentare, die ausdrücklich erwünscht sind!
Sehr schön. Ich wünsche viel Erfolg.
Gefunden bei "Das Textdepot"
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October 19th, 2007
Der Versuch den Erfolg eines Corporate-Blogs zu messen ist immer noch ein wenig kompliziert. Lee Odden hat sich im toprankblog Gedanken zu diesem Thema gemacht und folgende Faktoren für sich darin identifiziert:
- Media attention
- Speaking requests
- Customer loyalty
- Inbound links to the blog
- Search engine ranking for the corporate site
- Corporate website traffic
- Leads/sales initiated
- Volume of blog traffic
- Technorati and other credible rankings
- Search engine ranking for the blog
- Increased company visibility within the industry
- Increased media coverage
- Improved customer loyalty
- Increased sales leads/revenue/new customers
Ich persönlich finde diese Auflistung nicht sonderlich spannend. Es scheinen immer noch objektive Instrumente zur Erfolgsmessung in diesem Medium zu fehlen. Lee hat hier eine sehr SEO-lastige Herangehensweise und beschreibt Auswirkungen, die nicht eindeutig dem Weblog zugeordnet werden können. Ist auch sinnvolles dabei… es kommt halt ein Kessel Buntes heraus, wenn sich eine SEO-Firma einem solchen Thema annimmt. Wie auch immer…
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October 17th, 2007
Es gibt eine neue Version der Stern MarkenProfile.
Repräsentative Studie stern MarkenProfile 12: 340.000 Deutsche bloggen regelmäßig. Insgesamt zählen gut zwei Millionen zur “Blogosphere”… weiterlesen auf Presseportal.de
Davon sind nach der Studie 61% Männer und gut die Hälfte zwischen 14 und 29 Jahren alt. Erstellt wurde die Studie in Zusammenarbeit mit Sinus Sociovision.
Gefunden bei Klaus Eck und Heise online.
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October 17th, 2007
Am 28. Juni 2007 haben die Arbeiten an der Diplomarbeit begonnen. 111 Tage und 25.473 Wörter auf 117 Seiten in 9 Kapiteln später ist sie nun fertig. Insgesamt 241 Quellen wurden dafür durchsucht und archiviert - ein guter Teil von ihnen wurde auch direkt für die Arbeit verwertet. Das Thema ist unglaublich spannend und die Arbeit daran hat (für eine Diplomarbeit nicht selbstverständlich) riesig Spaß gemacht.
Danke an alle die mir geholfen haben mit Korrekturlesen, Literaturtipps geben, Verständnis zeigen etc.
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